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Archivische Beschreibung
Flüchtlingsbetreuung
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Ortschronik Matrei in Osttirol

  • AT ZEMIT-DAM Sammlung-2-0-2-6
  • Akt
  • 1945
  • Teil vonSammlungen

Dieser Akt enthält Unterlagen aus der Ortschronik und dem Pfarrarchiv in Matrei in Osttirol. Er enthält Schriftstücke, die Hinweise auf ortsfremde Personen in Matrei geben, angefangen von Kriegsgefangenen, über "welsche" Arbeiterinnen oder Personen aus anderen Bezirken bis hin zur Aufnahme von Kroatien- und Bosnien-Flüchtlingen 1991/92 und der Aufnahme von Flüchtlingen im Jahr 2015/16. Der Akt enthält auch ein Schreiben der Marktgemeinde Matrei i.O. an den damaligen Verein zur Beratung und Betreuung von Ausländerinnen in Tirol (heute ZEMiT) zwecks der Auszahlung der Hilfsgelder für Flüchtlinge, datiert mit 1993. 3 Schriftstücke zur Aufnahme von Flüchtlingskindern aus Kroatien stammen aus dem Privatbesitz des Ortschronisten Herr Oberschneider.
Im Archiv der Gemeinde Matrei i.O. befinden sich auch zahlreiche Fotografien zum Bau der Felbertauernstrasse (Foto Lottersberger, 1963-1977), dem Bau Seilbahnprojekt Felbertauern (Foto Edelhäuser, 1942) und zur Verbauung Bretterwandbach (ca. 1945-1972).

Ortschronik Matrei in Osttirol

Flüchtlingsbetreuung

  • AT ZEMIT-DAM ZEMIT-2
  • Teilbestand
  • 1985 - 1997
  • Teil vonVerein ZeMiT

Mit Beginn der Jugoslawienkriege 1991 und der Fluchtbewegung stand Österreich vor einer großen Herausforderung. Nicht nur die einzelnen Landesregierungen erstellten Konzepte zur Betreuung der sog. "De-facto-Flüchtlinge" aus Bosnien und teils aus Kroatien, sondern auch Vereine und andere Institutionen. Im Bundesland Tirol kam es schließlich Ende des Jahres 1991 zu einer Fördervereinbarung zwischen der Bundesrepublik Österreich, vertreten durch die Tiroler Landesregierung, dem Verein zur Betreuung und Beratung von Ausländern in Tirol - Ausländerberatungsstelle Tirol und der Kontaktstelle der Caritas für Flüchtlingsbetreuung. So wurde die Ausländerberatungsstelle in den Jahren 1992 bis 1994 von der Tiroler Landesregierung, Abteilung Flüchtlingswesen damit beauftragt, einerseits den Geflüchteten die Flüchtlingshilfe auszubezahlen, andererseits – aufgrund der Zusammenarbeit mit der Arbeitsmarktverwaltung, aber auch der Sprachkenntnisse in Bosnisch, Kroatisch und Serbisch der Mitarbeiter*innen – integrative Arbeit zu leisten.
Doch bereits zuvor, nämlich in den 1980er Jahren bis in die 2000er Jahre, betreute der Verein immer wieder geflüchtete Personen aus der Türkei. Fallakten von Geflüchteten aus der Türkei, die vornehmlich nach dem Militärputsch im September 1980 das Land verließen, sind Teil des Bestandes und geben gemeinsam mit dem Schriftgut zur Betreuung der "De-facto-Flüchtlinge" einen Einblick in die Flüchtlingsbetreuung des Vereins.

ZeMiT