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Archivische Beschreibung
Telfs
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Abdulkadir Özdemir

  • AT ZEMIT-DAM Sammlung-2-8
  • Teilsammlung
  • Teil vonSammlungen

Der Bestand enthält persönliche Erinnerungsstücke, Fotos und Videoaufnahmen der Familie von Herrn Özdemir, der Familie seiner Frau und von ihm selbst. Vater (Alibekir) und Schwiegervater sind beide in den 1970er Jahren als Arbeiter aus der Türkei nach Tirol gekommen und waren in der Textilbranche beschäftigt. Herr Özdemir selbst kam mit 8 Jahren aus Ankara nach Telfs. Die Erinnerungsstücke gehören zu den ersten Dingen, mit denen die Familien ihren Hausstand in Tirol begründeten.

Eine Besonderheit sind Fotos, Videos und ein Zeitungsausschnitt der Hochzeit von Abdulkadir und Seviv Özdemir im Jahr 1984 in Telfs, zu der 1200 Gäste geladen waren.

Die Fotos können folgendermaßen eingeteilt werden:
Fotos 8-7 bis 8-28 stammen von Alibekir Özdemir, dem Vater von Herrn Özdemir. Er kam circa 1973 nach Tirol, um in der Textilfabrik Jenny & Schindler in Telfs zu arbeiten. Die Bilder zeigen seine Unterkünfte, Freizeitaktivitäten und ihn in späteren Jahren. Unter den ersten Bildern befinden sich auch Fotos, die er hinten beschrieb, um sie als Andenken zu seiner Familie nach Hause in die Türkei zu schicken.

Fotos 8-29 bis 8-41 stammen vom Schwiegervater von Herrn Özdemir. Dieser kam ebenfalls Anfang der 1970er Jahre nach Innsbruck und arbeitete dort in der Textilfabrik Herrburger & Rhomberg. Er war dort ebenfalls zuerst in einem Ledigenheim untergebracht und zog dann mit der Familie in eine Werkswohnung in der Gaswerkstraße.

Fotos 8-42 bis 8-60 stammen von Herrn Özdemir selbst und zeigen ihn als Kind und Jugendlichen mit seiner Familie und Freunden, in der Türkischklasse, beim Fussballclub etc. Seine Hochzeit und seine heutige Familie sind ebenfalls abgebildet.

Die restlichen Fotos sind nicht eindeutig zuzuordnen und wurden als "divers" kategorisiert.

Das Portraitfoto Sig. 8-85 stammt von Daniel Jarosch.

Abdulkadir Özdemir

Helmut Kopp

  • AT ZEMIT-DAM Sammlung-2-29
  • Teilsammlung
  • 1984 - 2016
  • Teil vonSammlungen

Der Bestand enthält Auszüge aus der Telfer Gemeindechronik, die einen Bezug zur türkischen Bevölkerung in Telfs aufweisen, sowie Auszüge aus dem Diversitätsbericht. Herr Kopp übergab diese Unterlagen in Kopie im Rahmen des Videointerviews für die Ausstellung "Hier zuhause".

Helmut Kopp

Dilek Tosun Karaağaç

  • AT ZEMIT-DAM Sammlung-2-18
  • Teilsammlung
  • 1970 - 2017
  • Teil vonSammlungen

Der Bestand enthält Fotografien des Arbeits-, Kindergarten-, Schul- und Privatlebens der Familie Karaağaç, sowie deren Wohnumstände und Fasnachts-Bräuche in Telfs. Außerdem enthalten sind türkische Zeitungsausschnitte, die das österreichische Arbeitskräftebegehren der 1970er dokumentieren. Zudem enthält der Bestand eine selbstverfasste Autobiografie von Frau Karaağaç, die sie auf Anfrage der damaligen Integrationsbeauftragten von Telfs 2014 verfasste, und ein Skype-Interview, das 2017 für die Ausstellung "Hier zuhause. Migrationsgeschichten aus Tirol" entstand.

Dilek Tosun Karaağaç

Warteräume - Eine visuelle Recherche in den Flüchtlingsunterkünften Tirols

  • AT ZEMIT-DAM Schenkung-12
  • Bestand
  • 2012 - 2014
  • Teil vonSchenkungen

Aus dem Projektbericht: "Das alles bestimmende Thema der AsylwerberInnen ist das Warten – vor allem das Warten auf eine Entscheidung im Asylverfahren. Während dieser Zeit existieren sie als BürgerInnen nicht – nicht im politischen Sinn, da sie kein Selbst- und Mitbestimmungsrecht und keine Bewegungsfreiheit besitzen, nicht im gesellschaftlichen Sinn, da sie an vielen Bereichen des öffentlichen Lebens nicht partizipieren können und nicht im sozialen Sinn, da ihnen nicht zugehört wird. Tirol lebt von „den Fremden“. Aber AusländerIn ist nicht gleich AusländerIn. Derzeit [Anm. Stand 17.12.2014] gibt es etwa zwanzig Heime für AsylwerberInnen im Land. Neben Container-Siedlungen, ehemaligen Wohnhäusern oder Kasernen werden nicht selten unmodern gewordene Beherbergungsbetriebe, die den TouristInnen nicht mehr zuzumuten sind, zu Flüchtlingsunterkünften umfunktioniert. Ihre Lage im Zentrum, am Rand oder in der Peripherie, ihre architektonische Beschaffenheit und die ursprüngliche Nutzung und Funktion produzieren und strukturieren soziale Beziehungen.“

Weitere inhaltliche Anmerkungen:
Das Projekt „Warteräume“ ist im Laufe eines zweijährigen Rechercheprozesses realisiert worden. Die Schenkung trägt den Projektnamen und enthält u. a. Fotografien von Flüchtlingsunterkünften, welche einen Einblick in die Wohnsituation von Flüchtlingen bzw. Asylwerber*innen geben. Interviews mit Geflüchteten, statistische Darstellungen und originale Ausstellungselemente ergänzen die Fotosammlung und dokumentieren damit das Ergebnis des Projekts, nämlich die Ausstellung in einem umgestalteten Container, „dem Symbol für Transit und Provisorium schlechthin“ (vgl. Gander/Wett, 2014) auf dem Platz vor dem Tiroler Landestheater in Innsbruck. Zuvor wurden Teile davon bei der Charly Walter styleconception GmbH – creative projects and design in Innsbruck präsentiert, im Zuge dessen auch der Katalog entstanden ist. Konzipiert und durchgeführt wurde das Projekt „Warteräume“ von Robert Gander (Video und Text) und Günter Richard Wett (Fotografie). Bei der Erschließung und Archivierung des Ausstellungsprojekts wurden die ursprüngliche interne Struktur und die Originalbeschriftungen beibehalten. Die Signaturen auf Einzelstückebene sind aktuell noch nicht vorhanden, jedoch ist die Schenkung bereits gut erschlossen.

Günter Richard Wett

Werner Seib

  • AT ZEMIT-DAM Sammlung-2-12
  • Teilsammlung
  • 1965
  • Teil vonSammlungen

Der Bestand enthält ziselierte Kupferobjekte, die Herr Seib als Webmeister bei der Firma Pischl von türkisch-stämmigen Arbeitern al Mitbringsel von deren Heimaturlauben als Geschenk erhalten hat. Andere Geschenke an Herrn Seib als Betriebsleiter waren beispielsweise gestrickte Patschen, Parfüm und Haselnüsse.

Werner Seib